Was du für die Elsässer Weinstraße einpacken solltest
Fünf Tage, von Hotel zu Hotel, 146 km. Das nächste Dorf ist nie mehr als eine Stunde entfernt – pack also für Komfort, nicht fürs Überleben.
Papiere & Geld
- Ausweis oder Reisepass – aus der EU und der Schweiz reicht der Personalausweis; kommst du von weiter her, prüf, dass dein Pass bei der Rückreise noch mindestens sechs Monate gültig ist
- Eine Kreditkarte plus etwas Bargeld in Euro – kleine Weingüter und Bäckereien mögen es immer noch am liebsten
- Unterlagen der Reiseversicherung, dazu die Europäische Krankenversicherungskarte – bei den meisten steckt sie auf der Rückseite der Versichertenkarte
- Buchungsbestätigungen offline gespeichert – Dorfhotel-WLAN ist ehrlich, was seine Grenzen angeht
Das Rad, wenn du mietest
- Dein eigener Sattel, wenn du wählerisch bist – der Verleih baut ihn dir um
- Dein eigener Helm. Leihhelme gibt es; du willst sie nicht
- Pedale und Schuhe, wenn du mit Klickpedalen fährst
Das Rad, wenn du deins mitbringst
- Was die Bike-Box-Regeln deiner Airline verlangen, zweimal geprüft
- Multitool, Ersatzschlauch, Minipumpe, Reifenheber
- Ein ordentliches Schloss – das Rad steht täglich vor Weingütern und Cafés
Am Rad, jeden Tag
- Zwei Flaschen – nachfüllen an Dorfbrunnen und Hähnen mit dem Schild „eau potable“
- Sonnencreme und Lippenbalsam; die Rebzeilen spenden null Schatten
- Regenjacke griffbereit, nicht ganz unten – das Vogesenwetter dreht gern am Nachmittag
- Handyhalter oder Lenkertasche für die Routenseite
- Kleines Erste-Hilfe-Set: Pflaster, Ibuprofen, Sitzcreme, falls du sie nutzt
Kleidung für fünf Tage
- 2–3 Radgarnituren, auswaschen und rotieren – auf dem Hotelheizkörper ist ein Trikot über Nacht trocken
- Schichten statt dicker Teile: morgens 12 °C, nachmittags 28 °C – am selben Tag
- Im Mai oder Oktober: dazu ein Fleece oder eine leichte Isolationsjacke, lange Handschuhe und etwas für die Ohren – Morgen in den Reben starten gern bei 5 °C
- Ein Buff oder Schlauchtuch – wiegt nichts, deckt die halbe Kälte ab
- Ein richtiges Ausgeh-Outfit: ein Hemd mit Kragen oder ein Kleid, das klein packt – die Abende in Colmar und Strasbourg lohnen es, und der Michelin-Tisch erst recht
- Ein leichter Pullover oder eine Jacke für die Terrasse – Winzerdörfer kühlen nach Sonnenuntergang schnell ab
- Bequeme Schuhe zum Laufen: Kopfsteinpflaster in Riquewihr, Burgtreppen auf der Haut-Kœnigsbourg
- Badesachen, falls deine Hotels einen Pool haben – steht auf den Unterkunftskarten
Technik
Einige Links unten sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber ein, bekommen wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
- Ladegerät – deutsche und österreichische Stecker passen in Frankreich, nur der dreipolige Schweizer Stecker braucht einen Adapter. Einen, nicht vier
- Powerbank; Unterwegs-Modus und Fotos haben den Akku bis Thann leer
- eSIM vor der Abreise installiert, falls du kein EU-Roaming hast (Stichwort Schweiz) – Yesim deckt Frankreich ab und ist in Minuten aktiv, dann läuft die Navigation ab der ersten Kurve
- Garmin- oder Radcomputer-Kabel, falls du mit einem fährst
Wein-Logistik – der Abschnitt, für den du uns danken wirst
- Gepolsterte Flaschenhüllen (für zwei Flaschen), wenn du unterwegs mitnehmen willst
- Oder gar nicht schleppen: Die meisten Weingüter an der Route verschicken auch nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz – frag bei der ersten Verkostung, nicht bei der letzten
- Mit dem Flieger unterwegs? Prüf die Alkoholregeln fürs Aufgabegepäck, bevor du irgendwem Gewurztraminer versprichst
Was vergessen?
Gute Nachricht: Frankreich hat Läden. Jeder Ort an der Route hat eine Apotheke, die meisten ein Sportgeschäft in der Nähe, und Colmar hat alles. Die einzigen Dinge, die du vor Ort wirklich nicht kaufen kannst, sind dein Sattel und deine Papiere.